Diskussionsveranstaltung zur Entwicklung dualer Studiengänge im Schwalm-Eder-Kreis und im Kreis Waldeck-Frankenberg

v. l.: Michael Tschakert, Dr. Rolf Bernhardt, Thomas Korte (Hessischer Rundfunk), Angela Dingel-Padberg (Kreisbeigeordnete Kreistag Waldeck-Frankenberg), Friedhelm Pfuhl, Wolfram Klawe
Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung „Regionalkonferenz Duales Studium Hessen“ diskutierten am Dienstag, dem 29. Juni in Bad Wildungen über die aktuelle Situation des Dualen Studiums und dessen Ausbaupotenziale in den Kreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg.
Der für Hochschulpolitik im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zuständige Abteilungsleiter Dr. Rolf Bernhardt betonte, dass das Ministerium das duale Studium als besonders erfolgreiches und zukunftsträchtiges Modell vielfältig unterstütze. Die dualen Studiengänge mit internationalen Hochschulabschlüssen (Bachelor und Master) verzahnen Theorie und Praxis und vermitteln den Absolventen zusätzlich wichtige Schnittstellenkompetenzen. Ein großes Zukunftsthema seien dabei auch für ihn die regionalen Kooperationen: „Ein Ziel ist, dass sich eine hessische Region für ein abgestimmtes Angebot an dualen Studiengängen insgesamt verantwortlich fühlt.“
„Wir brauchen für unsere mittelständische Wirtschaft gut ausgebildeten Nachwuchs, insbesondere im mittleren Management und im Führungsbereich. Die praxisorientierte Ausrichtung des Dualen Studiums bringt frühzeitig Unternehmen und junge Menschen zusammen“, sagte Friedhelm Pfuhl, Fachbereichsleiter Schule, Sport und Liegenschaften beim Landkreis Waldeck-Frankenberg.
Wolfram Klawe, Geschäftsführer der G. Klawe GmbH und Vorsitzender des Regionalausschusses Waldeck-Frankenberg der IHK Kassel, unterstrich die unmittelbare Bedeutung dualer Studiengänge für den wirtschaftlichen Erfolg der Region: „Gerade in dünn besiedelten ländlichen Regionen, wie dem Landkreis Waldeck-Frankenberg, ist es auch angesichts der demografischen Veränderung unumgänglich, ein qualifiziertes berufsorientiertes Ausbildungsangebot vorzuhalten. Der noch pulsierende Wirtschaftsstandort, mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent, ist auf qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. Damit junge Menschen nicht wegen fehlender Qualifizierungsperspektiven abwandern müssen – und wegbleiben –, aber auch um den Standort für Menschen aus anderen Regionen aufzuwerten, ist ein berufsnahes akademisches Ausbildungsangebot elementarer Standortfaktor. Unsere Wirtschaft wird von eigentümergeführten Klein- und Mittelbetrieben geprägt. Gerade für diese Betriebe ist die enge Verzahnung von betrieblicher Ausbildung mit dem akademischen Studium sehr gut geeignet. Der Regionalausschuss Waldeck-Frankenberg der IHK Kassel unterstützt den Ausbau dualer Studienangebote mit dezentralen Standorten in der Region in vollem Umfang.“
Die nächste Veranstaltung der Dialogreihe findet am 9. September 2010 in Rüsselsheim statt.





