Studie: Das duale Studium aus Sicht der Studierenden

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Eine Studie zur Analyse der Lernortkooperation und das Zusammenwirken von Bildungseinrichtungen und Unternehmen aus Sicht der dual Studierenden.
 
Die Studie von Wilfried Hesser und Bettina Langfeldt unter Mitarbeit von Winfried Box an der Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg, analysiert die Lernortkooperation und damit das Zusammenwirken von Bildungseinrichtungen und den Unternehmen aus Sicht der dual Studierenden in den Fächergruppen Ingenieurswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften.
 
Die Studienergebnisse „weisen auf Verbesserungspotenzial hinsichtlich der Organisation des dualen Studiums in den Bildungseinrichtungen, der Lehr-Lernort-Verknüpfung und der strukturierten Qualifizierung im Unternehmen bzw. der Praxisphase hin.“
 
Als moderne Form der Vermittlung von Theorie und Praxis steht das duale Studium besonderen Anforderungen gegenüber, die sich zum einen aus dem vom Bologna-Prozess geprägten Bildungssystem und zum anderen aus der sich stetig wandelnden, derzeit auf die Digitalisierung von Erwerbsarbeit zustrebenden Arbeitswelt ergeben (vgl. Hirsch-Kreinsen et al. 2015). Ein wesentliches Ziel des dualen Studiums besteht in der Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen am Arbeitsmarkt. Diese lässt sich am ehesten erreichen, wenn die theoretischen und praktischen Studienanteile aufeinander abgestimmt sind, wozu eine Kooperation der verschiedenen Lernorte unabdingbar erscheint. Zumindest in seiner ausbildungsintegrierenden Variante darf sich das duale Studium laut Wissenschaftsrat (2013) sogar nur als solches bezeichnen, wenn eine institutionelle und strukturelle Verzahnung der Ausbildungsinhalte beider Lernorte vorliegt. Diverse deutsche Unternehmen klagen jedoch darüber, dass die akademische und die berufliche Bildung zu wenig vernetzt seien.
 
An diesem Punkt setzt die Untersuchung an und analysiert die Lernortkooperation und damit das Zusammenwirken von Bildungseinrichtungen und den Unternehmen aus der Sicht dual Studierender in den Fächergruppen Ingenieurswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Mittels Online-Fragebogen wurden Erfahrungen, Einschätzungen und Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der Organisation der Ausbildung in den Unternehmen und an den Bildungseinrichtungen, die Qualifizierungsmaßnahmen in den Unternehmen, die Betreuung an beiden Lernorten sowie subjektiv wahrgenommene Belastungen und Autonomiegrade der Arbeit erhoben. Zielsetzung der Studie ist es, Schwierigkeiten der Lernortkooperation aufzuzeigen, diesbezügliches Verbesserungspotenzial zu identifizieren und an theoretisch notwendigen sowie praktisch realisierbaren Anforderungen orientierte Perspektiven für die Weiterentwicklung dualer Studienangebote zu entwerfen, um weiterhin eine hohe Qualität der Lehre an den Hochschulen und Berufsakademien sowie der Ausbildungsanteile in den Unternehmen sicherzustellen.
 
Zur Studie geht es hier:
http://edoc.sub.uni-hamburg.de/hsu/volltexte/2017/3155/pdf/22.01.2017_Final_Bericht_Duales_Studium_mit_DB_1.pdf