Innovationsmanagement

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Innovative Unternehmen wachsen schneller, sind nachhaltig erfolgreicher und generieren mehr Umsatz. Ausreichende Investitionen allein sind heute keine Erfolgsgarantie mehr. Es bedarf vielmehr einer bewussten Planung, Steuerung und Kontrolle aller Aktivitäten im Innovationsumfeld eines Unternehmens. Erfolgreiche Innovationen entstehen häufig an Schnittstellen und durch Feedback-Prozesse, die moderiert und systematisiert gemanagt werden. Wesentlich ist dabei, den Kundennutzen in den Mittelpunkt der Produktion - und Prozessentwicklung zu stellen - von der Idee bis hin zum marktfähigen Produkt. Hierfür erlangen Sie Kenntnisse der innerbetrieblichen Abläufe und Spielregeln im Rahmen der Ausbildung. Im begleiteten akademischen Studium schaffen die Verbindung der Disziplinen Wirtschaftswissenschaften und Design fundierte Problemlösungskompetenz und vertieftes wirtschaftswissenschaftliches Verständnis.

Organisation

In sieben Semestern lernen die Studierenden des Studiengangs den Erfolgsfaktor Innovationsmanagement kennen. Für die strategische Entwicklung von Innovationen erlenen sie interdisziplinär alles über Design als Prozess, Methoden des Kreativitäts- und Schnittstellenmanagements sowie relevante wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen. Im Rahmen des dualen Studiums analysieren Sie den Aufbau und den Erhalt von Erfolgspotenzialen in Ihrem Ausbildungsbetrieb in der Industrie. Studierende lernen  Methoden und Konzepte kennen, um unternehmensspezifische Strategien für Produkte und Services nutzenorientiert zu entwickeln. Sie entwickeln während des Studiums Problemlösungskompetenzen, welche sie dazu befähigt, zu einer lebendigen Innovationskultur in Unternehmen beizutragen. Die kommunikativen Fähigkeiten setzen Sie in ihrer unternehmerischen Schnittstellenfunktion ein und steuern interdisziplinäre Teams.

Die Studiengänge sind in modularen Lerneinheiten aufgebaut. Pro Modul werden Leistungspunkte (auch ECTS-Punkte nach dem European Credit Transfer System) in definierter Höhe vergeben. Der Studienverlauf umfasst insgesamt 33 Module inklusive Bachelor-Thesis, Praxismodulen und betrieblichen Abschlussprojekt. In der Summe ergeben sich mit Abschluss des Bachelor-Studiums 180 ECTS-Punkte, die zum Master-Studium berechtigen.

Im 5. Semester wird der Ausbildungsabschluss zum Industriekaufmann/ -frau abgelegt. Im letzten Studienjahr findet die Verzahnung mit der betrieblichen Praxis durch eine projektbezogene Bachelorthesis statt.

 

Darüber hinaus ist eine Besonderheit des BGBA-Studiengangs Innovationsmanagement das Angebot der individuellen Schwerpunktsetzung durch Wahlpflichtmodule im 6. und 7. Semester, auch in Verbindung mit der Bachelor-Thesis:
Der Schwerpunkt Wirtschaft bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich auf wirtschaftswissenschaftliche Aspekte zu spezialisieren, wohingegen der Schwerpunkt Design die Erarbeitung designrelevanter Konzepte bzw. deren Problemlösungen fokussiert.

Studieninhalte

Das duale Studium mit dem Ausbildungsberuf zum Industriekaufmann/ -frau umfasst jedes Semester ein Praxis-Modul (Betriebsphase) dessen Inhalte auf den Ausbildungs-Rahmenplan abgestimmt sind. Die studienrelevanten Lerninhalte werden dabei praxisbezogen angewandt und über definierte Aufgabenstellungen zu Beginn des jeweils folgenden akademeischen Semesters überprüft. Die Semester-Aufgaben sind im ausbildungsintegrierten Studium durch den Rahmenplan festgeschrieben, der den betrieblichen Ausbildungsteil mit dem Studium inhaltlich und organisatorisch verzahnt.

Ein Studium – zwei Schwerpunkte

Im fünften und sechsten Semester findet die Schwerpunktsetzung im Rahmen des dualen Studiums statt. Zur Auswahl stehen zwei Schwerpunkte: Design oder Wirtschaft. Die Wahlpflichtmodule Branding- und Markendesign, Innovationsmanagement und Trendstudien werden jeweils in den Vertiefungen angeboten, um das Studienprofil zielgerichtet auf persönliche Interessen und auf die Bedarfe des Arbeitsmarktes und des ausbildenden Unternehmens auszurichten.

Obwohl die Studierenden schon im fünften Semester ihre betriebliche Ausbildung abgeschlossen haben, verbleiben sie noch ein weiteres Jahr im Unternehmen und können auch die beiden Praxis-Module nach ihrem frei gewähltem Schwerpunkt ausrichten. Dies gilt natürlich auch für die Abschlussarbeit - die Bachelor-Thesis im siebten Semester.

Die Schwerpunkte Design und Wirtschaft

Der Schwerpunkt Wirtschaft bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich auf wirtschafts-wissenschaftliche Aspekte zu spezialisieren. Im Rahmen der drei Wahlpflichtangebote vertiefen die Studierenden gezielt betriebswirtschaftliche Herangehensweisen. Der Schwerpunkt Wirtschaft begrenzt sich über die Inhalte hinaus durch die Vermittlung von ökonomischen Methoden und Modellen sowie den Inhalten vom Schwerpunkt Design ab. Themen wie Markenwertberechnung, Innovationsfinanzierung oder ökonomischen Trendanalysen werden vertieft behandelt.
Der Schwerpunkt Design konzentriert sich auf designrelevante Konzepte und deren Problemlösungsstrategien. Die drei Wahlpflichtangebote analysieren u.a. die langfristige Wertentwicklung auf den Märkten der Kreativökonomie. Die Module formulieren die Potenziale designrelevanter Leistungen für Unternehmen und entwickeln Konzepte zur Markenführung. Die Planungs- und Analysemethoden des Innovationsmanagements können sie in praxisorientierten Projekten auf konkrete, komplex-vernetzte Problemstellungen anwenden. Im Schwerpunkt Design wird dieses Wissen an anwendungsbezogene Übungen vertieft.

Qualifikationsziele und Berufsaussichten

Der Studiengang Innovationsmanagement verfolgt einen interdisziplinären Ansatz.
Die Studierenden werden in die Lage versetzt, ihr übergreifendes Komplexitätswissen anzuwenden und vernetzte Aufgaben an der Schnittstelle zwischen wirtschaftlich-organisatorischen und gestalterisch-kreativen Fragestellungen kompetent zu bearbeiten. Sie werden damit vertraut gemacht, sich mit interdisziplinären Fragen von Innovationsprozessen auseinanderzusetzen und können Erkenntnisse aus den Einzeldisziplinen zu einem vernetzten Lösungsszenario kombinieren. Eine ganzheitliche Betrachtungsweise von komplexen Aufgaben befähigen sie in hohem Maße, Probleme an betrieblichen Schnittstellen zu lösen.

Das vorrangige Qualifikationsziel ist die Entwicklung der Schnittstellen-Kompetenz für zunehmend komplexere unternehmerische Aufgaben. Die Studierenden wissen Kreativitätsprozesse gezielt zu nutzen, um in unternehmerische Produkte und/oder Produktivität umzuwandeln. Sie wissen den Wettbewerbsvorteil, der durch Design entsteht und kennen dessen Wertschöpfungsvorteil für den Industriebetrieb. Sie sind befähigt, übergreifende Aufgaben an der Schnittstelle, z.B. zwischen Design, Produktion, Marketing und Entwicklung zu verantworten. Sie beherrschen die innerbetriebliche Steuerung von Innovationsprozessen.

Mit Abschluss des Studiums haben die Absolventen ihr individuelles Kompetenzprofil mit dem jeweiligen Schwerpunkt absolviert. Mit ihrer dualen Qualifikation sind sie fähig, sich flexibel in unternehmerische Aufgabenstellungen einzuarbeiten und praxisorientierte Lösungen zu erzeugen. Sie beherrschen die Methoden der Selbstpräsentation, der Vernetzung von Organisationseinheiten/ Institutionen innerhalb und außerhalb ihres betrieblichen Arbeitsfeldes in der Industrie sowie der Kommunikation mit möglichen Auftragnehmern den angrenzenden Professionen in der Kreativwirtschaft. Sie wissen Verträge auszuhandeln und können sich in eine unternehmerische Organisation integrieren und wissen, sich und ihre Schnittstellen-Kompetenzen professionell und qualifiziert einzubringen.

Damit überzeugen sie beispielsweise mit Produktmarketing ihre Kunden durch nutzenorientierte Darstellung der Produkte und Dienstleistungen ihres Unternehmens oder sprechen im Vertrieb die Sprache ihres Unternehmens und die des Kunden. In der Entwicklung unterstützen die Absolventen die Ingenieure und Techniker ihres Unternehmens durch Methodenkompetenz herauszufinden, was die Kunden brauchen und wie die neuen Produkte und Dienstleistungen aussehen müssen und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kommunizieren die Absolventen zielgruppenorientiert zu ihrem Unternehmen.

Ort
Hanau
Studienrichtung
Wirtschaft
Zugangsvoraussetzung
- Allgemeine Hochschulreife
- Fachhochschulreife
- Ausbildungsvertrag in einem Praxispartnerunternehmen der BGBA zum Industriekaufmann/-kauffrau
Studienabschluss
Bachelor
Dauer in Semester
7
Beginn
Wintersemester
Studienmodell
Ausbildungsintegriert