Französischer IT-Student erarbeitet „WhatsIlle“

Ille Papier-Service unterstützt internationales Praktikantenprogramm von StudiumPlus

Die Ille Papier-Service GmbH ist StudiumPlus-Partnerunternehmen der ersten Stunde und beteiligt sich bereits seit 2015 auch am internationalen Praktikantenprogramm
des dualen Studienangebots der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD). Regelmäßig sammeln im Rahmen von EIEM – kurz für European Industrial Experience Mittelhessen – internationale Studierenden Praxiserfahrung beim Altenstädter Traditionsunternehmen. Der französische IT-Student Sebastien Yven war für vier Monate bei Ille und durfte dort ein spannendes und verantwortungsvolles Projekt übernehmen. Dabei ging es um das Auswählen und Anpassen einer Smartphone-App für die interne Kommunikation.

„Am Anfang war es schon eine Herausforderung, im Unternehmen Deutsch zu reden und alle Arbeitsabläufe in einer Fremdsprache zu klären“, berichtet Yven, der in Frankreich ITIngenieurwesen mit den Schwerpunkten Softwareentwicklung, Projektmanagement und Netzwerktechnik studiert. „Bei Ille wurde ich aber so herzlich aufgenommen, dass mir die Eingewöhnung trotzdem sehr leicht fiel. Es war eine spannende Erfahrung, die Kultur eines deutschen Unternehmens in der Praxis erleben zu dürfen.“

Yvens zwei Unternehmensbetreuer, Alexander Schledewitz aus der IT Entwicklung und deren Leiter Thomas Hoschek, wählten für den Studenten aus Frankreich ein Projekt aus, das durch die Gesetzesänderungen im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) notwendig geworden war: „Früher verwendeten unsere Service-Fahrer auf Ihren Diensthandys den Nachrichtendienst WhatsApp, um miteinander oder auch mit dem Team vom Innendienst zu kommunizieren. Durch die DSGVO durften wir die App für diese Zwecke nicht mehr verwenden, erläutert Hoschek. Und Betreuer Schledewitz ergänzt: „Herr Yven hat viele entsprechende Open-Source-Anwendungen getestet – also Nachrichtendienste, deren zugrundeliegender Programmiercode offen zugänglich ist und die man dadurch für eigene Zwecke anpassen kann und darf.“

Aus seinen Schilderungen wird deutlich, wieviel Spaß Yven an seinem Projekt hatte: „Zu Beginn bekam ich von meinen Betreuern einen Katalog mit Anforderungen, die die App erfüllen sollte. Eine der wichtigsten war natürlich, dass der Kurznachrichtendienst den Gesetzen der DSGVO entsprechen sollte. Zudem sollte es z.B. auch möglich sein, sie dem Firmendesign anzupassen. Nach gründlichen Recherchen habe ich mich schließlich in Absprache mit Herrn Hoschek und Herrn Schledewitz für eine Variante entschieden. Dann durfte ich eigenständig sämtliche Anpassungen an dem Programm vornehmen, die für Ille relevant waren“, freut sich der Praktikant.

Wie es auch bei den klassischen dual Studierenden von StudiumPlus üblich ist, werden die EIEM-Praktikanten ebenfalls von einem Hochschulprofessor betreut, der bei der abschließenden Projektpräsentation dabei ist. Prof. Dr. Michael Guckert war danach voll des Lobes: „Besonders wenn man die anfängliche Sprachbarriere bedenkt, hat Herr Yven ein tadelloses Ergebnis abgeliefert – ganz großes Kompliment!“ Auch die Betreuer lobten nach der erfolgreichen Präsentation die von Yven erarbeitete App, die den internen Namen „WhatsIlle“ trägt: „Zurzeit testen wir die Anwendung an unserem Standort in Leipzig, von den dortigen Kollegen bekommen wir tolles Feedback“, betont Hoschek. „Die App wird zeitnah an allen Standorten in Deutschland und Europa zum Einsatz kommen“, ergänzt er. „Wie bei den EIEM-Praktikanten vor Herrn Yven war es sehr besonders schön zu erleben, wie ein internationaler Student innerhalb kürzester Zeit Teil der Unternehmensgemeinschaft von Ille werden kann. Wir sind sehr an einer weiteren Zusammenarbeit mit Herrn Yven interessiert.“, so Schledewitz

 

Weitere Informationen:
Janika Wiesner
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