Physiotherapie (B.Sc.)

Information

Physiotherapeut*innen sind die Spezialist*innen für Bewegung. Sie verfügen über ein enormes Spektrum an Techniken und Methoden und setzen Ihr Wissen und Können gezielt ein. In acht Semestern erreichen Sie zwei Abschlüsse: Die Berufszulassung in der Physiotherapie und den Bachelor of Science. Physiotherapie dient der Erhaltung der Gesundheit, unterstützt Patientinnen und Patienten beim Erlernen von gesundheitsförderndem Verhalten und setzt Heilungsprozesse in Gang. Sie kann den Verlauf von Erkrankungen positiv beeinflussen, Beeinträchtigungen in Alltag, Beruf und Sport mindern und die Lebensqualität steigern. Physiotherapie kommt Menschen in fast allen Lebensbereichen zugute:

  • Frühgeborenen und Säuglingen: vor allem bei Reifungsstörungen (z. B. der Lunge)
  • Kindern und Jugendlichen: vor allem bei Fehlbildungen, Entwicklungsstörungen und Behinderungen (z. B. der Wirbelsäule und des Nervensystems)
  • Jungen Erwachsenen: vor allem für Fitness in Studium, Ausbildung, Beruf und Freizeit (z. B. Gelenk-, Muskel- und Sehnenschmerzen)
  • Sportlerinnen und Sportlern: vor allem im Training und der Rehabilitation nach Verletzungen Sport (z. B. bei Kreuzbandverletzungen)
  • Schwangeren: insbesondere vor und nach der Geburt (z. B. Beckenbodenschwäche)
  • Berufstätigen: insbesondere bei der Vorbeugung und Behandlung von arbeits- und stressbedingten Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt) und Chronifizierung (z. B. Rückenschmerz)
  • Menschen mit besonderen Risiken: insbesondere bei Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen (z. B. Bluthochdruck und Diabetes)
  • Menschen in Lebensgefahr: auf Intensivstationen und in Spezialkliniken (z. B. bei Querschnittlähmungen oder Schlaganfall)
  • Menschen in Lebenskrisen: bei psychischen Problemen und Erkrankungen (z. B. Magersucht)
  • Älteren Menschen: vor allem bei degenerativen Prozessen (z. B. bei Arthrose) oder bei drohendem Verlust der Selbstständigkeit (z. B. bei Sturzgefährdung)
  • Menschen am Lebensende: vor allem zur Erleichterung bei unabwendbaren Krankheitsverläufen (z. B. bei Angst und Schmerzen)

Dabei arbeiten Physiotherapeutinnen und -therapeuten im Team mit vielen anderen Berufsgruppen eng zusammen. Die interdisziplinäre Vernetzung des Berufsbildes macht die Tätigkeit facettenreich und bietet die Möglichkeit, sich entsprechend der eigenen Interessen und Fähigkeiten weiter zu entwickeln und zu spezialisieren.

Organisation und Studieninhalte

Das Studium erfolgt wissenschaftlich fundiert und zugleich sehr praxisnah. Sie erwerben die Kompetenzen, die Sie für Ihren Beruf benötigen:

  • Umfassende praktische Kompetenzen und theoretisches Wissen in allen Anwendungsfeldern der Physiotherapie. Die Lehrinhalte stützen sich auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und werden anwendungsorientiert vermittelt.
  • Praktische Erfahrungen mit der Anwendung der Physiotherapie: Unmittelbar wenden Sie das im Semester erworbene Wissen und die erlernten praktischen Fertigkeiten in unseren Kooperationshäusern an. Eintägige Praktika während des Semesters bereiten Sie gezielt darauf vor.
  • Die Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten: Sie lernen neue wissenschaftliche Erkenntnisse selbstständig zu recherchieren, kritisch zu prüfen und in die Praxis umzusetzen sowie das Verfassen wissenschaftlicher Texte.
  • Medizinisches Grundlagenwissen
  • Grundlegende psychosoziale und kommunikative Kompetenzen
  • Fundierte Kenntnisse aktueller gesundheitspolitischer und ökonomischer Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens
  • Die fachliche Qualifikation für die bevorstehende Erweiterung des Tätigkeitsfeldes: Sie werden insbesondere befähigt, Patienten und Klienten zielführend zu befragen und zu untersuchen (Assessment), möglicher Weise bestehende Risiken zu erkennen (Screening), die Inhalte physiotherapeutischer Behandlungen selbstständig festzulegen (Direct Access) und den Behandlungserfolg zu objektivieren (Qualitätssicherung).

In den Modulen ist fachpraktischer Unterricht eingeflochten. Darin verknüpft sich das in der Theorie erworbene Wissen mit praktischer Umsetzung. Der fachpraktische Unterricht findet in unseren modern ausgestatteten Praxisräumen und Skill-Laboren statt.

Weitere Informationen zum Studiengang auf der Website der Hochschule

Bildungsanbieter
Ort
|Fulda|
Studienrichtung
Soziales und Gesundheit
Zugangsvoraussetzung
Hochschulzugangsberechtigung; Vorlage eines Gesundheitszeugnisses, welches bescheinigt, dass die Bewerber*in in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufes geeignet ist;
Bewerber*innen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben, müssen Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 des Europäischen Referenzrahmens (DSH-2 oder Äquivalent) nachweisen.
Studienabschluss
Bachelor
Dauer in Semester
8
Beginn
Wintersemester
Studienmodell
|Ausbildungsintegriert|