Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Goethe-Universität) ist eine forschungsstarke und weltweit vernetzte Universität im Herzen Europas. Mit ihrem breiten Fächerspektrum in den Geistes-, Sozial-, Natur- und Lebenswissenschaften und als medizinführende Universität mit angeschlossenem Klinikum zählt sie mit derzeit (Stand: August 2022) mehr als 43.000 Studierenden und 5.600 Mitarbeitenden (VZÄ), davon 575 Professor*innen (VZÄ), sowie 16 Fachbereichen zu den größten Universitäten Deutschlands. Als 1914 aus der Bürgerschaft Frankfurts gegründete Stiftungsuniversität ist sie eng in der Stadt und der Rhein-Main-Region verwurzelt und verfügt über ein hohes Maß an institutioneller Autonomie zur Erfüllung ihrer Aufgaben als Forschungseinrichtung, als Ort der Bildung und Ausbildung, als Arbeitgeberin und als gesellschaftliche Akteurin.

In ihrem Handeln orientiert sich die Goethe-Universität an der Vision, als exzellente, internationale Universität im digitalen Zeitalter Wissen für Entwicklung, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert zu erarbeiten und zu vermitteln. Die Goethe-Universität erachtet es als ihre Mission,

  • durch Forschung auf höchstem Niveau zur Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts beizutragen,
  • durch professionelle Lehre und aktives Lernen Studierende zu zukünftigen Verantwortungsträger*innen in einer globalisierten Welt zu qualifizieren,
  • als Impulsgeberin in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur für eine fortschrittliche gesellschaftliche Entwicklung zu wirken.

Die Goethe-Universität liegt in einer wirtschaftlich prosperierenden Region, die gleichzeitig eine hohe Dichte wissenschaftlicher und kultureller Einrichtungen sowie politischer Institutionen aufzuweisen hat. Dies erzeugt ein besonders produktives Klima für Kooperationen. Auf wissenschaftlicher Ebene hervorzuheben ist die strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) – der Technischen Universität Darmstadt, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Goethe-Universität. Die Allianz nutzt seit über einer Dekade die Komplementarität der drei forschungsstarken Universitäten über zwei Bundesländer hinweg für gemeinsames Handeln in den universitären Kernbereichen.

Studium und Lehre

Die Goethe-Universität bekennt sich zum Prinzip der Einheit von Forschung und Lehre. Studium und Lehre sind für die Goethe-Universität elementar für die Erfüllung ihres Auftrags zur Förderung und Vermittlung von Wissen, Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit. Dabei befähigt sie ihre Studierenden zu eigenständiger Erkenntnis und kritischem Urteilsvermögen, vermittelt fachliche, methodische und überfachliche Kompetenzen und trägt zur Persönlichkeitsbildung bei. Die Goethe-Universität sieht in forschungsorientierter Lehre und forschendem Lernen notwendige Grundlagen einer universitären Bildung wie auch einer zukunftsorientierten akademischen Nachwuchsförderung. Diversität, sowohl im Sinne eines fachlich breiten Studienangebots als auch im Sinne der Frankfurt-typisch hohen Heterogenität der Studierenden und Mitarbeitenden, kennzeichnet die Goethe-Universität und stellt zugleich Chance und Herausforderung für ihre Entwicklung dar. Als größte Universität in Hessen leistet sie einen wichtigen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit und Integration sowie auch zur nachhaltigen Stärkung von Wirtschaft und Gesellschaft durch hochqualifizierte Arbeitskräfte. Universitätsweite Leitbilder, eine diversitätssensible Lehr-/Lernkultur und ein leistungsfähiges Qualitätsmanagement der Studiengänge tragen zur Sicherung und Weiterentwicklung eines qualitativ hochwertigen Studienangebots bei. Dem Selbstverständnis einer digital unterstützten Präsenzuniversität entsprechend, nutzt die Goethe-Universität auch hierfür systematisch die Möglichkeiten der Digitalisierung und vermittelt Kenntnisse und Kompetenzen für die verantwortungsvolle Gestaltung der digitalen Transformation der Gesellschaft. 

Forschung

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Universität und zählt zu den German U15 – den renommiertesten und international sichtbarsten Institutionen des deutschen Wissenschaftssystems. Ihre Forschungsstärke verdankt die Goethe-Universität ihren exzellenten Wissenschaftler*innen auf allen Karriereebenen, die in Grundlagen- wie auch anwendungsnaher Forschung neue Erkenntnisse in disziplinärer Vielfalt innerhalb einer von Diversität und Chancengerechtigkeit geprägten Wissenschaftsgemeinschaft hervorbringen. Ihre Forschungsleistung zeigt sich in überdurchschnittlichen Drittmitteleinnahmen, an der Zahl und thematischen Diversität von Formaten der Verbundforschung sowie an der Anzahl wichtiger individueller Auszeichnungen wie den grants des European Research Council.

An der Goethe-Universität erwächst Spitzenforschung aus hervorragenden Bedingungen. Differenzierte Unterstützungsstrukturen, leistungsfähige Forschungsinfrastrukturen und moderne Forschungsbauten sowie eine professionelle Qualitätssicherung bilden die Basis für eine erfolgreiche Entwicklung. Anteil hieran haben auch die folgenden sechs Profilbereiche, welche partizipativ erarbeitet wurden und in welchen sich übergreifende, international sichtbare und interdisziplinäre Forschungsfelder bündeln:

  • Molecular & Translational Medicine
  • Structure & Dynamics of Life
  • Space, Time & Matter
  • Orders & Transformations
  • Universality & Diversity
  • Sustainability & Biodiversity

Wissens- und Technologietransfer

Der Auftrag, Wissenschaft mit der und für die Entwicklung der Gesellschaft zu betreiben, erwächst für die Goethe-Universität bereits aus ihrer Gründungsgeschichte als Stiftungsuniversität Frankfurter Bürger*innen. Sie ist bestrebt, wissenschaftliche und technologische Erkenntnisse, Wissen und Kompetenzen in die Gesellschaft zu transferieren, Impulse aus der Gesellschaft aufzunehmen und darüber Möglichkeiten für Innovation und Entwicklung zu schaffen. Das kooperativ angelegte gesellschaftliche Engagement schöpft aus Forschung und Lehre und befruchtet diese im Gegenzug. Zur Systematisierung ihrer Transfer-Aktivitäten hat die Goethe-Universität folgende Handlungsfelder definiert:

  • Schutzrechte
  • IP und Gründungen
  • Wissenschaftskommunikation
  • Politik- und Gesellschaftsberatung sowie
  • wissenschaftliche Weiterbildung.

Im Bereich des Wissens- und Technologietransfer verfügt die Goethe-Universität über langjährig bestehende, professionelle Organisationsstrukturen. Unter anderem wurde 2000 die INNOVECTIS als Tochterunternehmen der Goethe-Universität gegründet und agiert seitdem erfolgreich als Dienstleisterin beim Transfer von akademischem Know-how in die wirtschaftliche Praxis. In enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Frankfurt werden im Rahmen der Translationalen Medizin wissenschaftliche Erkenntnisse und klinische Praxis gemeinsam zum Nutzen der Versorgung und Heilung von Patient*innen eingesetzt. Das seit 2016 bestehende Mercator Science Policy Fellowship Program fördert den Austausch zwischen Wissenschaftler*innen und Führungskräften aus der Praxis. Mit der Goethe Business School hat die Goethe-Universität 2004 eine Weiterbildungsplattform mit einem breiten Portfolio an berufsbegleitenden Angeboten an der Schnittstelle von Finanzen, digitaler Transformation und Pharma Management eingerichtet.

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