Erfahrungsberichte

Mit einem dualen Studium hast du nach drei Jahren viel praktische Erfahrung und einen akademischen Titel in der Tasche. Aber wie sieht der Arbeitsalltag konkret aus und erfüllen sich die hohen Erwartungen?

Hier berichten Studentinnen und Studenten über ihre Erfahrungen im Dualen Studium Hessen.

Leidenschaft als Voraussetzung!

Verena Strobel

„Ich habe in mich hineingehört und mich gefragt: Was möchte ich gerne machen? Wo liegen meine Stärken?“ Mit diesen Gedanken startet für Verena Strobel der Weg in ein Duales Studium an der Hochschule Darmstadt.


Der Weg
Eigentlich war der Plan ein ganz anderer – sie wollte Pilotin werden. Doch nach langen Assessment-Prozessen hat sie ihren Blick in der Ausbildungslandschaft weiter schweifen lassen und wurde auf das Konzept des dualen Studiums aufmerksam: „Ich sah hier eine große Chance, weil ich sowohl studieren, als auch Geld verdienen kann. Außerdem hat mich gereizt, dass man Sachen in der Theorie vermittelt bekommt, die man dann direkt in der Praxis umsetzen kann. Die perfekte Kombination!“
Auch das Fach stand für sie im Grunde sofort fest: Informatik! „Dank eines Online-Selbsttests war es sehr eindeutig! Das passt einfach zu mir und meinen Hobbies! Ich galt immer schon als kleiner Nerd der Familie.“ Nach der Entscheidung und ihrer Bewerbung ging alles ganz schnell, bereits 4 Monate später hat sie im Unternehmen angefangen.


Der Beruf
„Ich arbeite für die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH – wir sind nicht das Finanzamt! Hier werden die Gelder für die Vorhaben des Bundes bereitgestellt. Mein Schwerpunkt in der IT-Abteilung ist die Anwendungsentwicklung, also die Entwicklung neuer Software.“ In ihrem Tätigkeitsbereich sind Programmierfähigkeiten notwendig, die ihr Informatik-Studium an der Hochschule Darmstadt ergänzen. Während eines Praxissemesters bearbeitet sie ein Projekt im Unternehmen, welches auch in der Hochschule besprochen wird. „Mein aktuelles Projekt bringt mich in die Unternehmenskommunikation. Hier wird für die Entwicklung einer neuen Software ein technischer Experte gebraucht – ich würde mich zwar noch nicht als Expertin bezeichnen, aber schon als technische Ansprechpartnerin!“


Die Kombination aus Studium und Praxis
Für die 24-Jährige ist die Verzahnung von Studieren und Arbeiten sowohl aus organisatorischer, als auch aus inhaltlicher Perspektive ein Zugewinn. So erfährt sie einerseits die Gelassenheit, während der Studiumsphase nicht zusätzlich arbeiten gehen zu müssen und kann andererseits von der thematischen Verknüpfung in beiden Phasen ihrer Ausbildung profitieren:

„Ich hatte vor dem ersten Semester bereits 6 Wochen im Unternehmen – da habe ich Programmieren erst gelernt. Das hat man mir quasi in einem Crash-Kurs beigebracht, damit ich gleich mitarbeiten kann. Diese Zeit war so hilfreich und effektiv, dass ich damit gewissermaßen das erste Semester Programmieren an der Hochschule schon abgehakt hatte.“

„Es gibt auch einen starken Einfluss des Studiums auf meine Arbeit im Unternehmen: In meiner aktuellen Tätigkeit ist ein großer Anteil auch das Projektmanagement. Da ich dieses Thema bereits im Studium behandelt habe, Fachbegriffe und Konzepte kenne, kann ich mitreden und fühle mich viel integrierter. Theorie und Praxis laufen nicht parallel, sondern greifen ineinander!“


Rückblick und Ausblick
Für Verena Strobel war die Entscheidung für das Duale Studium genau richtig, da sie ihre Begeisterung für Informatik sowohl zum Beruf, als auch zum Studium gemacht hat. Nach Abschluss des Bachelors kann sie Berufserfahrung und fundiertes Fachwissen vorweisen. Ihr Fazit und Rat an Interessierte: „Mit Leidenschaft, kann man auch notwendige Disziplin für ein duales Studium aufbringen!“