Erfahrungsberichte

Mit einem dualen Studium hast du nach drei Jahren viel praktische Erfahrung und einen akademischen Titel in der Tasche. Aber wie sieht der Arbeitsalltag konkret aus und erfüllen sich die hohen Erwartungen?

Hier berichten Studentinnen und Studenten über ihre Erfahrungen im Dualen Studium Hessen.

Alle reden vom Klima. Manche arbeiten dran.

Maximilian Nikodem

Viele suchen jahrelang nach ihr. In verschiedene Branchen, Unternehmen, in unterschiedlichen Tätigkeiten und Positionen. Und finden sie dann doch nicht so recht, ihre berufliche Heimat. Andere starten bereits mit einem klaren Ziel und finden auf Anhieb ihren Weg, zum Beispiel durch ein duales Studium. Wie der 23-Jährige Maximilian Nikodem: Ein „Studium von der Stange“ ist der duale Studiengang Klimasystemtechnik, für den der angehende Ingenieur derzeit an seiner Bachelorarbeit sitzt, nicht. Sicher auch keiner, der Abiturienten auf Anhieb unter dem Stichwort der Ingenieurwissenschaften einfällt. Eigentlich schade, findet Maximilian Nikodem, denn die Kälte-Klima-Technik sei schließlich nicht nur durch den engen Bezug zum Thema regenerative Energien ein besonders spannendes Feld. Auch der Kontakt mit den Kunden und deren unterschiedlichen Bedürfnissen sei in dem Berufsfeld eine ganz eigene Herausforderung. „Die Beratungsarbeit ist später als Ingenieur zentral. Denn es geht bei der Klimatechnik nicht um irgendeine Dienstleistung, sondern um das menschliche Wohlbefinden.“

Vom Praktikanten zum Ingenieur

Ihn selbst hat ein Schulpraktikum in der neunten Klasse ins duale Studium der Klimasystemtechnik geführt. Damals hatte er sich auf Anregungen aus dem Familienkreis für das schulische Pflichtpraktikum bei dem mittelständischen Unternehmen casatec in Bad Homburg beworben. Während bei vielen anderen die Erinnerungen an das Pflichtpraktikum längst im Dunkeln liegen, kann sich Maximilian Nikodem noch gut an die ersten Erfahrungen im Betrieb erinnern: Vor allem an den ersten Nachteinsatz, bei dem die Eschersheimer Landstraße in Frankfurt gesperrt wurde, um ein Klimagerät auf ein Bürogebäude aufzusetzen. „Das hat mich damals schwer beeindruckt, zu sehen, wie ein so großer Einsatz geplant, organisiert und dann praktisch umgesetzt wird.“

Die Begeisterung bleibt

Auch nach dem Praktikum hält er den Kontakt zum Unternehmen. „Ich habe anschließend regelmäßig in den Ferien im Unternehmen gearbeitet und Pläne gezeichnet oder mich in die Computerprogramme eingearbeitet. Das lag mir auch einfach – und es hat immer Spaß gemacht“, erklärt der 23-Jährige. Überzeugt hat er mit seinem Engagement vor allem seinen heutigen Chef. So sehr, dass in den Sommerferien nach der elften Klasse schließlich die Frage im Raum stand, ob er nicht direkt in der Firma einsteigen wolle. Schwergefallen ist Maximilian Nikodem der Entschluss, die Schullaufbahn zu verkürzen und nach der zwölften Klasse abzugehen, nicht. „Ich wusste bereits seit dem Praktikum, dass ich später etwas Handwerkliches machen wollte – und die Klimatechnik hat mich vom ersten Tag an fasziniert.“


Gelungene Abkürzung

Nach dem Jahrespraktikum hatte er sein Fachabitur in der Tasche – und bereits reichlich Berufserfahrung gesammelt. Dass casatec gerade zu diesem Zeitpunkt über Infomaterial an der Berufsschule in Maintal von der Europäischen Studienakademie Kälte-Klimatechnik und ihrem dualen Studienangebot erfahren hat – der perfekte Zufall. „Das hat einfach gepasst!“ Als erster dualer Student des Unternehmens lernt er nun den Anlagenbau in der Klimatechnik nicht nur im Betrieb, er ist auch mit seinem Studienfach Klimasystemtechnik ganz nah dran an der Praxis. Mit der Bachelorarbeit rückt nun auch das Studienende in greifbare Nähe. Wie es dann weitergeht? Für Maximilian Nikodem gar keine Frage: Mit neuen Kundenprojekten rund um sein Thema. Klimatechnik natürlich.